Propstkandidaten beschlossen

Kirchenregierung nominiert Meike Bräuer-Ehgart und Hagen Günter

Seesen/Bad Gandersheim/Wolfenbüttel. Pfarrerin Meike Bräuer-Ehgart (45) aus Bad Gandersheim und Pastor Hagen Günter (46) aus Hannover kandidieren für das Propstamt in der Propstei Gandersheim-Seesen. Die Kirchenregierung hat beide im Benehmen mit dem Propsteivorstand und der Pfarrverbandsversammlung Bad Gandersheim-Heberbörde am Dienstag, 11. Mai, nominiert.

Die Kirchenregierung hat außerdem die Propsteisynode Gandersheim-Seesen aufgefordert, die Propstwahl innerhalb von zwei Monaten durchzuführen. Mit der Wahl erhält die Propstei erstmals eine einzige Leitungsperson. Bis zu seinem Ruhestand im März war Thomas Gleicher Propst in Seesen; Elfriede Knotte geht im Juni als Pröpstin in Bad Gandersheim in den Ruhestand. Beide amtierten seit der Fusion im Jahr 2017 als Doppelspitze.

Meike Bräuer-Ehgart ist seit 2017 Pfarrerin in Bad Gandersheim und wurde 2015 zur stellvertretenden Pröpstin der damals noch selbstständigen Propstei Bad Gandersheim gewählt. Sie ist außerdem Mitglied im Propsteivorstand. Nach einem Vikariat in Heuchelheim bei Gießen und ihrem Probedienst in Gitter und Hohenrode war sie seit 2011 Pfarrerin in Kreiensen. Ihr Theologiestudium absolvierte sie in Göttingen, Amsterdam, Heidelberg und Marburg.

Meike Bräuer-Ehgart ist Mutter von drei Kindern und verheiratet mit Pfarrer Thomas Ehgart der ebenfalls in Bad Gandersheim tätig ist. Hagen Günter ist seit 2014 als Kirchenrat Leiter des Referates „Theologischer Nachwuchs“ im Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zudem hält er regelmäßig Gottesdienste in der Marktkirche sowie der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover.

Von 2005 bis 2014 wirkte er als Pfarrer in Suhlendorf und Bad Bodenteich. 2011 wurde er zum stellvertretenden Superintendenten im Kirchenkreis Uelzen gewählt. Hagen Günter absolvierte sein Vikariat in Soltau und sein Theologiestudium in Bielefeld-Bethel, Hamburg, Tübingen und Göttingen.

Nach der Propsteiordnung der Landeskirche Braunschweig hat der Propst die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit dem Propsteivorstand das kirchliche Leben in der Propstei zu fördern. Die Wahl erfolgt für die Dauer von zwölf Jahren und umfasst eine halbe Stelle. Mit der anderen Hälfte der Stelle versieht die Person ein Gemeindepfarramt.

Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gesetzlichen Zahl der Synodalen erreicht. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, wird ein zweiter Wahlgang durchgeführt, der eine endgültige Entscheidung bringt. Gewählt ist dann, wer die höchste Stimmenzahl auf sich vereinigt, mindestens jedoch ein Viertel der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Synodalen. Die Propsteisynode Gandersheim-Seesen umfasst 58 Personen.red