Sonniger Staffeltag – mit kleinem Schatten

Mit 70 Staffelmeldungen deutlicher Aufschwung / Einspruch trübt das Ergebnis

Mit sportlichem Wetteifer wurde auf dem Braukamp um die Staffelsiege gelaufen.

Willershausen. Superwetter hatte der Altämter Staffeltag in diesem Jahr. Ausrichter TSV Willershausen konnte damit überaus zufrieden sein; angesichts der Prognosen auch mit dem Umstand, dass es am Sonntag noch nicht so heiß war. Schützen mussten sich Sportler, wie Zuschauer, auch so schon vor zuviel Sonne.

Die ursprünglich angedachte und zuvor schon belaufene Strecke durchs Dorf konnte der TSV allerdings nicht nutzen. Der Landkreis hatte keine  Sperrungsgenehmigung erteilen wollen – unter anderem möglicherweise wegen des Umgehungsverkehrs von der Autobahn. So musste der TSV eine Alternative bereitstellen und fand sie mit dem Braukampring, der sich als bestens geeignet erwies.

Für den Staffeltag 2019 gab es neben der Strecke einige weitere Neuerungen. So die erstmalige Teilnahme von Sportlern des  SV Harriehausen. Der Verein mit alten Bezügen ins Alte Amt war im vergangenen Jahr bereits Mitglied des Staffeltages als Nachrücker für den ausgeschiedenen TSV Willensen geworden, hatte im ersten Jahr seiner Mitgliedschaft aber noch keine Staffeln stellen können.

Eine weitere Neuerung waren zwei ins Programm aufgenommene Staffelwettbewerbe. Zum einen die Familienstaffel, zum anderen die sogenannte Fun & Run-Staffel. Unter anderem dieser Programmerweiterung war es dann nach den Worten von Gerd Renziehausen zu verdanken, dass die Zahl der gemeldeten Staffeln mit 70 – und dadurch 20 mehr als im Vorjahr – einen erfreulichen Aufschwung nahm. Aber auch die traditionellen Wettbewerbe waren wieder besser besetzt.

Mit leichter Verzögerung wurde in den Wettkampf gestartet. Das Ziel befand sich am unteren Braukampring, wo in einem Parkbereich auch die Versorgungszelte mit Getränken und Bratwurst aufgestellt waren. Unweit des Ziels warteten die zahlreichen Pokale auf die jeweiligen Sieger der diesjährigen Auflage.

Der Start lag je nach Streckenlängen bis in den oberen Bereich des Braukamps. Das erforderte eine auch in den Vorjahren schon bewährte Funkverbindung. Für die LäuferInnen hatte die Streckenführung den Vorteil, dass es meistens bergab ging, zuweilen recht ordentlich. Mit teils enormen Tempo stürmten vor allem die etwas älteren Jugendlichen von Wechsel zu Wechsel.

Die jüngsten Altersklassen laufen 4-mal-50-Meter. Bei den 13- und 14-Jährigen sind es 4- mal-75 Meter, darüber 4-mal-100 Meter. Die neue Familienstaffel konnte von Vater, Mutter (laut Ausschreibung Ehepaar!) und zwei Kinder gelaufen werden, wovon auch eine Reihe Familien Gebrauch machten. Dabei stand aufgrund der Leistungsunterschiede natürlich vor allem der Spaß im Vordergrund.

Dies erst Recht bei der Fun & Run-Staffel, die ohne Altersbegrenzung und gemischt von Vereinen, Grüppchen oder einfach zusammengewürfelten Teams gelaufen werden konnte. 75 und 100 Meter betrugen die Strecken bei der Gemischten Staffel.

Nach den Erwachsenenstaffeln setzt die sogenannte Hauptstaffel immer den krönenden Schlusspunkt. Hier treten acht LäuferInnen für die Vereine an, wobei 2-mal-100 -Meter, 1-mal-200 Meter, 1-mal-400 Meter, nochmals 200 und 2-mal-100 Meter gelaufen werden, bevor dem Schlussläufer mit einer Strecke von 1.000 Metern die Aufgabe obliegt, entweder den Vorsprung nach Haus zu laufen, oder anderen den Sieg noch streitig zu machen. Für die 1.000 Meter ging es rund um den Braukampring, was auch bedeutete, das diesmal nicht unerheblich Steigung zu überwinden war.

Insgesamt nahm die Veranstaltung einen guten Verlauf. Viel Spaß hatten die zahlreichen Zuschauer – so manche Familie am Braukampring hatte es sich auf Balkon, Terrasse oder im Vorgarten beim Grillen oder Kaffeetrinken gemütlich gemacht, um dem Treiben zu folgen – vor allem an der Fun & Run-Staffel, wo eine Gruppe es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Strecke komplett im Hopserlauf zu überwinden, und eine andere Senorinnen-Staffel, die „Rollisisters“, sich anschickte, den Zeitplan endgültig zu sprengen.

Am Ende stand ein Gesamterfolg, den der MTV Westerhof davontragen konnte. Die Ergebnisliste lag aber auch am Dienstag aufgrund einer beruflichen Abwesenheit eines dafür Zuständigen beim TSV Willershausen noch nicht vor.

Einen kleinen Schatten erfuhr der Staffeltag durch einen Einspruch der TSG Düderode-Oldenrode. Sie sah sich in einer Staffel benachteiligt, da eine falsche Einlaufreihenfolge sie Punkte gekostet habe. Das Wertungsgericht des Staffeltages entschied noch am Sonntag über den Einspruch, die TSG-Vertreter waren aber vorher bereits abgereist.

Sie setzten aber Information über Vorgang und Einspruch auf ihre Vereinsseite im Internet, wofür wiederum die Staffeltagsvertreter wenig Verständnis hatten. In einem Gespräch am Montag habe die Irritation aber ausgeräumt werden können, berichtete Gerd Renziehausen am Dienstagmorgen. Die Berichterstattung über die einzelnen Ergebnisse muss aus genannten Gründen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.rah

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