Sport hängt weiter in der Warteschleife

Wann kann es weitergehen? Die Verbände haben dazu unterschiedliche Vorstellungen

Wann geht es wieder auf den Fußballplatz? Seit Anfang November ist kein Spiel- oder Trainingsbetrieb möglich.

Region. Der zweite Lockdown lässt auch den Sport weiter in der Schwebe hängen. Seit Anfang November ist kein Spiel- oder Trainingsbetrieb möglich. Vor allem für die Sportarten, die ihre Runden im Winterhalbjahr durchführen, ist das eine Katastrophe. Sie gehen damit jedoch sehr unterschiedlich um. Angesichts der noch nicht absehbaren Lockerungen macht sich inzwischen aber auch der Fußball Gedanken darum, wie und wann es weitergehen kann.

Der Fußball ist derzeit in der regulären Winterpause. Doch natürlich macht man sich a Gedanken, wie und ob es überhaupt weitergeht. Der Vorsitzende des Hamburger Fußballverbandes hat in einem offenen Brief nun mitgeteilt, dass die Saison im dortigen Verband abgebrochen wird, wenn nicht bis zum 13. Februar der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden könne. Denn der spätmöglichste Starttermin für die Fortführung der Saison wäre das letzte Februarwochenende. Nur dann könnte die geplante Einfachrunde noch zu Ende gespielt werden. Sei bis zum 13. Februar kein Trainingsbetrieb möglich, werde die Saison abgebrochen und die Saison 2021/2022 am 1. Juli mit Stand vom 1. Juli 2020 neu begonnen. Es gäbe also weder Auf- noch Absteiger.

Ganz so dramatisch ist es in der hiesigen Region noch nicht. Denn die Ligen wurden deutlich verkleinert.Im Kreis Northeim/Einbeck ist noch einiges an Zeit, bis tatsächlich gestartet werden müsste. Selbst bei einem Start nach Ostern könnte die Saison noch zuende gespielt werden. In den Kreisen Nordharz und Göttingen-Osterode sieht es aufgrund des vorgeschalteten Pokalwettbewerbes etwas schlechter aus. Denn dadurch wurden bisher deutlich weniger Ligapartien ausgetragen. Notfalls, so klang es hier und da auch schon durch, könnte die Saison auch über den 30. Juni hinaus verlängert werden.

Die Volleyballverband Niedersachsen hat die Saison bereits Mitte Dezember abgebrochen und verzichtet auf Auf- und Abstieg. Im Vorfeld fand dazu eine Besprechung mit den Regionsvorsitzenden und Fachbereichen statt. „Die Fortsetzung eines geordneten Spielbetriebes ist perspektivisch nicht durchführbar. Somit wird es laut Beschlusslage keine Wertung für die Saison 2020/21 in den Kreisklassen bis zur Oberliga geben. Dies gilt auch für den Jugendspielbetrieb. Eine Entscheidung für die Regionalligen und 3. Ligen wird Ende Januar getroffen“, heißt es in einer Mitteilung. Sollten die Sportstätten freigegeben werden, bestehe die Möglichkeit, einen geregelten Wettkampfbetrieb aufzunehmen. Kreative Ideen dazu können von den Vereinen an die Regionen gegeben werden, so der Verband weiter.

Die Basketballer haben den Spielbetrieb bis März eingestellt. Dafür blicken sie bereits weiter voraus und wollen eine Sommerliga einrichten. Wie genau, dass steht noch nicht fest. Die Vereine sollen die Liga mitgestalten, es gibt dazu Umfragen.

Der Handballverband Niedersachsen hat seinen für Anfang Februar vorgesehenen Re-Start nun auch verschoben. Die bisherige Absicht, den Spielbetrieb Anfang Februar wieder starten zu lassen, basierte auf der Annahme einer Beendigung des Lockdowns am Sonntag, 10. Januar, und der damit verbundenen Hoffnung, ab dem 11. Januar wieder öffentliche Sportstätten nutzen zu können. Mit einer dreiwöchigen Vorbereitungszeit hätte es dann im Februar wieder losgehen können. Dieser Terminplan hat sich bekanntlich inzwischen erledigt. Nun haben das Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) und die vom Präsidium eingesetzte Task-Force den Start auf das erste März-Wochenende verschoben – in der Hoffnung, dass spätestens Mitte Februar die Hallen wieder nutzbar sind und die Vereine ihre Vorbereitung starten können.

Am 30. Januar sollen die Vorsitzenden der Regionen zu einer weiteren Videokonferenz zusammenkommen und das weitere Vorgehen besprechen. Im Spielausschuss des Handball-Verbandes Niedersachsen reifen allerdings auch schon Überlegungen zur Organisation eines Alternativ-Programmes, falls die Entwicklung der Pandemie den Verband zum Saisonabbruch zwingen sollte. So denkt die Task Force über eine kurzfristige Wiederbelebung der HVN-Pokal-Wettbewerbe oder Spiele auf freiwilliger Basis nach. „Wir müssen nach vorne gucken. Der Handball in Niedersachsen braucht eine Bühne, die er auch verdient“, sagt Präsident Stefan Hüdepohl.dh/uk