Erste Kreisklasse 2

SVG verpasst Titelgewinn – jetzt folgt Relegation

„Endspiel“ vor mehr als 500 Zuschauern mit 0:3 gegen die SG Elfas verloren – Aufstiegsspiele am 22. und 29. Juni

Angriffsaktion der SG Elfas in der ersten Spielhälfte, die SVG-Deckung setzt nach.

Bad Gandersheim. Für die Fußballer der SVG Grün-Weiß hat sich der Traum vom Titelgewinn in der Ersten Kreisklasse 2 am Sonnabend nicht erfüllt. Im „Finale“ am letzten Saisonspieltag hätte die SVG als Tabellenzweiter gegen den Spitzenreiter SG Elfas (Lüthorst / Amelsen) gewinnen müssen, um die Meisterschaft an die Gande zu holen. Aber es kam anders: Die Partie endete mit dem Resultat von 0:3.

Die Gäste hatten sich – wie schon im Hinspiel (2:0) – durchgesetzt und brachten den Grün-Weißen nach ihren zuletzt elf siegreichen Partien in Folge zudem die erste und einzige Heimniederlage der nun abgeschlossenen Saison 2018 / 2019 bei. Im Endeffekt war der Erfolg des Tabellenführers im Rudolf- Cahn-von-Seelen-Stadion auch vollauf verdient. Darüber waren sich die über 500 Besucherinnen und Besucher des Spitzenspiels einig – egal, welchem Fan-Lager sie zuzuordnen waren.

Die SG Elfas freut sich über die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Kreisliga, wo die junge Mannschaft sicherlich gute Chancen auf den Klassenverbleib haben dürfte. Der „Kreisliga-Traum“ ist aber auch für die SVG Grün-Weiß noch nicht ausgeträumt. Der Vize-Staffelmeister hat in zwei Relegationsspielen gegen den Dritten der Ersten Kreisklasse 1 – SG Denkershausen II – noch die Möglichkeit, neuen dem FC Weser und der SG Elfas als dritter Aufsteiger ins „Kreis- Oberhaus“ zu gelangen.

Grün-Weiß – SG Elfas 0:3

Insgesamt konnte die Partie über weite Strecken nicht das gehalten, was sich mancher von ihr versprochen haben dürfte. Während man den taktisch diszipliniert agierenden Gästen ihr Spiel weniger vorwerfen darf, so ließen doch die Hausherren viel aus den Grundlagen des „Gewinnen- Müssens“ vermissen. Eine Halbzeit lang waren die SVGer sicherlich ein ebenbürtiger Partner mit guten Ansätzen auch für einen Führungstreffer. Aber nach den frühen Chancen von Marco Balistreri (3./ Außenposten) und Malte Rode nach Vorarbeit von Nicodemo Bruno (19. / drüber), tat sich nur wenig in den beiden Strafräumen.

Die Defensivabteilungen behielten die Oberhand über die Angreifer. Aus dem Spiel heraus waren die SVG-Angreifer zu oft auf sich allein gestellt und konnten sich dann mit ihren Dribblings (Marcel Fellmann /Nicodemo Bruno) nur allzu selten durchsetzen. Nachdem auch die Gäste zuvor keine einzige Torchance verzeichnet hatten, fiel das 0:1 (38.) durch Eike Hasslinger (38. / Foto oben) eher überraschend. Nach einem Freistoß von halbrechts brachte der unbeschattete Elfas-Stürmer den Ball über die Torlinie. Mit diesem Spielstand von 0:1 wurden dann auch die Seiten gewechselt.

Kaum Aufbäumen der Heimelf Nachdem die Hausherren nun schon zwei Tore für ihr Streben Richtung Titelgewinn hätten aufholen müssen, war nach der Pause mit verstärkten Offensivaktionen zu rechnen. Aber diese blieben weitgehend aus. Die Mannschaft schaffte es nicht, sich gegen die drohende Niederlage entscheidend zu stemmen. Vielmehr wechselten mit zunehmende Zeitdauer die Spielanteile mehr und mehr in Richtung der Gäste über, die dann auch durch das 0:2 (60.) per Kopfballtor von Sascha Gutermuth eine ergebnismäßige Steilvorlage erhielten.

Das 0:3 (87.) durch Malte Mund brachte den Endstand. Die SVG konnte im entscheidenden Spiel ihr Leistungsvermögen nicht anrufen, die clever Gäste dagegen besser.

Die Relegationsspiele

Die beiden Relegationsspiele zur Ermittlung eines dritten Kreisliga-Aufsteigers zwischen der SVG und der SG Denkershausen II finden am Sonnabend, 22. Juni, und am Sonnabend, 29. Juni, statt. Spielorte werden Denkershausen und Bad Gandersheim sein. Die Anstoßzeit ist jeweils auf 16 Uhr festgelegt worden. Wo zuerst gespielt wird, steht noch nicht fest. Von der Ansetzung her müsste es zuerst Bad Gandersheim sein. Die Grün-Weißen bemühen sich aber darum, zuerst nach Denkershausen fahren zu können. Fehlen wird der SVG im ersten Spiel Marcel Fellmann, der noch in der 89. Spielminute mit „gelb-rot“ vorzeitig vom Feld musste.srd