Über Deutschland, Österreich und Slowenien in die USA

Ultraradsportler Florian Schütte stelle seine Pläne für das Jahr 2019 vor

Extremsportler Florian Schütte mit Begleitfahrzeug in der Dunkelheit.

Greene. Das Jahr 2018 ist noch nicht ganz zu Ende, da zieht der Ultraradsportler Florian Schütte aus Greene schon einen Schlussstrich unter die Saison 2018 und wagt einen Ausblick auf die kommenden Jahre.„2018 war für mich ein durchaus gutes Radsportjahr, ich konnte das große Ziel, die Qualifikation für das härteste Radrennen der Welt, dem Race across America einfahren“, so Schütte.

Durch den vierten Platz bei der Ultracycling Weltmeisterschaft (1000 Kilometer, 16.000 Höhenmeter) in unter 48 Stunden konnte die Qualifikation für das so genannte RAAM bereits beim ersten Anlauf gesichert werden. Nur knapp vier Wochen später stand Schütte in Flensburg am Start, mit dem Ziel, in unter 48 Stunden von Flensburg nach Garmisch zu fahren. „Ich hatte bereits am Nachmittag mit Erbrechen zu kämpfen.“ Dies sollte sich bis zu seiner Aufgabe in der Nähe von Würzburg nicht bessern. „Ohne Sprit läuft der Motor eben nicht“, so das nüchterne Resümee.

Knapp einen Monat nach dem bitteren Ausscheiden beim Race across Germany konnte sich Schütte den Vizeeuropameistertitel bei der zwölf Stunden Mountainbike Europameisterschaft sichern. Dies war neben der Ultracycling WM in Graz sicherlich das Highlight der Saison für den Sportler.

„Diese Rennen und Leistungen sind natürlich nur mit einem guten familiären, personellen und finanziellen Rückhalt und Unterstützung möglich, deshalb bin ich für die Hilfe im letzten Jahr sehr dankbar und freue mich, dass sich weitere Unterstützer angekündigt haben.“ Schütte kann in der neuen Saison 2019 auf die erneute Unterstützung der Firma Heinz Kloth Augenoptik aus Bad Gandersheim zählen. Hinzu kommt eine Kooperation mit ProPhysio Einbeck im Bereich der medizinischen Betreuung und einem eventuellen Einstieg einer namhaften Versicherung. Unsicher ist aktuell, inwieweit die Kooperation mit Squeezy Sportnutrition aus Braunschweig und Compex weiter geht.

Neben den materiellen und finanziellen Unterstützer erhofft sich Schütte vor allem durch die noch bessere medizinische Versorgung einen Leistungssprung. Der ehemalige Physiotherapeut der Grizzlys Wolfsburg, Sandro Enders, wird sich vor, während und nach den Rennen, in seiner neuen Praxis in Einbeck, um den Athleten kümmern und somit zu einer Leistungssteigerung beitragen können. Weitere Unterstützer für die sportliche Ziele sind natürlich jederzeit herzlich willkommen.

Die gesunde Selbsteinschätzung des Sportlers sagt, dass es aktuell definitiv noch an den nötigen finanziellen und körperlichen Mitteln fehlt, um erfolgreich beim Race across America teilnehmen zu können. Aus diesem Grund ist das RAAM für frühestens 2021 geplant, insofern alle Faktoren mitspielen. In der kommenden Saison plant Schütte den Angriff auf die Podeste beim Race across Germany (Aachen – Görlitz), bei der Ultracycling Weltmeisterschaft im Juni, der 24-Stunden Europameisterschaft in Slowenien und der 12-Stunden MTB Europameisterschaft. Für 2020 ist dann unter anderem die Teilnahme beim Race around Austria geplant. Ab dem 1. November heißt es jetzt wieder fleißig trainieren, auf dem Radergometer, im Kraftraum und auf der Straße.red